Redebeitrag der Aktionsgruppe Rigaer 71-73

01. Mai 2017 Demo. Redebeitrag der Aktionsgruppe Rigaer 71-73 um 16.00 Lausitzer Platz, Kreuzberg, angefragt vom Internationalistischen Abend

Wir, die Aktionsgruppe Rigaer 71 73 aus dem Nordkiez Friedrichshain gegen die CG Gruppe u allen geld- und machtgierigen Totalversagern grüßen alle, die heute gekommen sind, um sich lautstark dem Protest anzuschließen, diesen kriminellen Handlangern des völlig überflüssigen Finanzkapitals den Garaus zu machen! Dagegen stemmen wir uns seit über 1 Jahr mit vielen Protestaktionen, wie dem seit Januar täglich stattfindenden Kiezscheppern vor dem Bauzaun + lassen nichts unversucht, diesem renditegeilen Durchgentrifizierer die rote Karte zu zeigen. Und das mit Erfolg. Der bezirkliche Baustadtrat Schmidt unterschreibt keine Baugenehmigung und die nächsten Tage kann Senatorin Lompscher zeigen, was sie von solch ekligen Kiezzerstörern hält u ob sie mit einem Nachkriegs-Baulücken-paragraphen zuläßt, daß unser Kiez in einen Krieg von oben gegen unten u umgekehrt gezwungen wird! Christoph Gröner und seine CotzGrew mit ihrer green-washing-Strategie werden von der allseits versagenden Politik gern auch noch freundlichst begrüßt, indem man ihnen z.B. die millionenschwere Asbest-Sanierung beim Steglitzer Kreisel abnimmt. Sie schwadronieren peinlich esoterisch u abgehoben in ihren Hochglanzauftritten von Immobilien der 4. Dimension, in denen Sie eine zahlungs-kräftige Mieterschaft aus dem internationalen Pool auf dem rein digitalen Wohnungsmarkt wie ein Ufo ins völlig verdichtete hyperangesagte Friedrichshain holt. Wir, die verbliebenen noch nicht herausgentrifizierten Mieter*innen eines ehemaligen Arbeiter* innenKiezes, wehren uns gegen diese perfide Art der Vetreibung. NEIN – DER KIEZ WILL EUCH NICHT! Wenn die CG Gruppe in ihren Broschüren Wohnungen für die zahlungskräftige Kundschaft propagiert, es gehe nicht nur um Grundstücke, sondern um die Veränderung ganzer Stadtteile, verstehen wir das als Kampfansage.Wir wehren uns und bleiben ein widerständiger rebellischer Kiez. WIR WERDEN NICHT AUFHÖREN, uns für einkommensschwache Menschen, Flüchtlinge u LEBBARE Kieze in GEWACHSENEN Strukturen zu verwenden! Unser Zorn auf durchkapitalisierte Verhältnisse, unsere Wut auf kriminelle Stadtverdichter, Renditegewinnler u Absahner von allseits blasigen Strukturen könnte nicht größer sein. Aber, wir wenden uns nicht generell gegen den Zuzug Menschen jeglicher Couleur. Wir wenden uns gegen die HALTUNG dieser Menschen, die in ihrem TUN und ihrem KONSUMAUSDRUCK sichtbar wird. In diesem Kiez, in ganz Berlin, wird diese phlegmatische, unreflektierte prokonsumistische u kapitalismus-unterstützende Haltung immer sichtbarer, unsäglicher, immer dreister, immer unerträglicher. WIR WOLLEN DAS HIER NICHT! WIR BRAUCHEN DAS NICHT! NIEMAND BRAUCHT DAS! SCHON GAR NICHT EIN ganzer Globus,Der VOR KLIMAWANDEL ÄCHZT UND STÖHNT! Wir werden profitgeilen Egozentrikern, mit einer nur der Geldvermehrung hörigen Weltsicht ihre Baulegitimität nehmen u ihre stadtzerstörende Haltung angreifen u allen spekulierenden BrexitNeuankömmlingen in Berlin von der Londoner Börse den Weg in den EXIT weisen! IHR HABT HIER NICHTS ZU SUCHEN! Wir werden euch nicht nur verjagen, wir werden auch die Grundlage eurer allesanmaßenden Vereinnahmung von Lebens- und Freiräumen frei denkender u für sich selbst entscheidender Menschen aus den Köpfen VERBLASEN. Wir werden nach Hamburg gehen und kraftvoll auftreten und diesen SEELENZERSTÖRENDEN  KAPITALISMUS  trocken legen!
Auf nach Hamburg! One struggle – one fight!

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