Pressemitteilung zum 14.12.2016

Pressemitteilung zur vorgeblichen Öffentlichkeitsbeteiligung des geplanten Luxusbauprojektes der CG Gruppe in der Rigaer Straße 71-73

14.12.2016, 18 Uhr in den Räumen der BUF, Zimmer 101 (1. OG)

Protest der Anwohner*innen gegen die gewollte Zerstörung der gewachsenen Kiezstruktur durch die CG Gruppe anläßlich obiger Informationsveranstaltung

Kurz notiert:

Entscheidungen von Bezirk und dem Investor CG über die Köpfe der Friedrichshainer*innen hinweg.

Vollzogener Abriß der historischen Eckertschen Häuser, der ältesten Bauten in der Rigaer Straße mittels einer kurzfristigen lobbyistischen Aushebelung des Denkmalschutzes seitens des grünen Bezirksamtes.

Frontalangriff der CG Gruppe auf die Mietpreisbremse und Verzerrung der Mietrealitäten. „Sowohl die Mietpreisbremse als auch das Zweckentfremdungsverbot sind verfassungsrechtlich höchst bedenklich und führen in der Praxis nicht dazu, daß die gewünschte Entspannung auf dem Wohnungsmarkt eintritt.“ CG-Magazin 11/2016, Seite 84.

Die Bürger*innenbeteiligung ist eine Farce. Die Baupläne sind längst fertig, die CG Gruppe lädt zur „Informationsveranstaltung zum Baubeginn“ ein und beteiligt nicht, wie nach §3 Abs 2 BauGB gefordert, die Öffentlichkeit. Diese kann zumindest zu den Bauplänen im Bezirksamt, weit weg in der Yorckstraße, Stellung beziehen und darf hoffen, daß ihre Vorschläge/Kritik „in der abschließenden Abwägung ( von wem?) öffentlicher und privater Belange gegeneinander und untereinander“ (Anzeige des Bezirksamtes im Tagesspiegel vom 18.11.2016) berücksichtigt werden.

Erschaffung „neuer Lebensräume“ in der Umsetzung einer esoterischen Unternehmensideologie als „Trendsetter einer 4. Dimension unter der Marke Vertical village, VauVau“.

Nicht nur 100%ige Ausschöpfung der kapitalistischen Wertschöpfungskette vs. menschlicher Werte, sondern auch Bedienung von „360° Bedürfnissen“, digital und hochtechnisiert, flächeneffizient inkl. fertiger Möblierungskonzepte im Sinne der urbanen, flexiblen Globalisierungsgewinnler*innen, sicher nicht der sich mit der gewachsenen Kiezstruktur identifizierenden, ursprünglich aus Arbeiter*innenfamilien stammenden und bereits weitestgehend weggentrifizierten Friedrichshainer*innen.

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