DEMOAUFRUF zu kommendem SONNABEND, 22.04. ab 20 UHR Proskauer/Eldenaer Straße, VON DER AKTIONSGRUPPE RIGAER 71-73, zur vom RIGAER STRASSENPLENUM initiierten Demo

auch als Trümmertango plakatiert –

Zur Route: Start – Proskauer/ Eldenaer Straße – Dolziger Straße – Samariterstraße – Schreinerstraße – Voigtstraße – Rigaer Straße – Proskauer Straße – Niederbarnim Straße – Simon-Dach-Straße – Revalerstraße – Warschauer Straße – Falkensteinstraße – Görlitzer Park – Ohlauerstraße – Friedelstraße – Sonnenallee – Hermannplatz – Ende

 

Für einen starken Mieter_innenblock auf der Interkiezionalen Demo am 22.04. 2017

 

Es wird auf Töpfe und Pfannen geschlagen, man hört Pfeifen und Tröten. Auch auf den Balkonen der umliegenden Häuser stehen Menschen mit Lärmgeräten. Nach 10 Minuten setzt wieder Stille ein. Dieses Szenario wiederholt sich seit dem 19. Januar täglich vor dem Gelände der Rigaer Straße 71-73 und der gegenüber liegenden Großbaustelle auf dem ehemaligen Lidl-Areal, auf dem Eigentumswohnungen entstehen sollen, mit, nicht ungewöhnlich, dubiosem Background an nebulösen Eigentumsverhältnissen mit einem Großaufgebot an diversen Neben- und Subunternehmen.

„Kiezscheppern gegen die CG Gruppe und andere Luxusinvestoren“ heißt die Aktion, mit der Anwohner*innen lautstark ihren Protest gegen eine drohende Verdrängung ausdrücken. Im Fokus der Kritik steht das Carré Sama-Riga, das nach Plänen der CG Gruppe auf dem Gelände der Rigaer Straße 71-73 entstehen soll. In den letzten Monaten gab es verschiedene Protestaktionen von Anwohner*innen, die befürchten, daß mit diesem Projekt eine Entwicklung beschleunigt wird, die auch im Friedrichshainer Nordkiez schon vor Jahren begann.

In welche Richtung diese Entwicklung geht, wird in dem firmeneigenen CG-Magazin deutlich benannt. Die Hochglanzbroschüre vertritt eine Unternehmerideologie mit esoterischem Einschlag. Da wird eine vierte Dimension der Immobilie beschrieben, die „spürbar wird, indem sie Mehrwerte für Immobilien schafft, die heutige Bedürfnisse erfüllen, aber darüber hinaus schon morgen Nutzen schaffen“.  Wenn es um die Zielgruppe geht, die in den von der CG Gruppe gebauten Häusern wohnen sollen, wird weniger kryptisch formuliert. „Wer in Tokio arbeitet und in zwei Wochen einen neuen Job in Berlin antreten soll, hat gar keine Zeit, sich vorher Wohnungen anzuschauen. Die Vermarktungs- und Vermietungsprozesse müssen also so gestaltet sein, daß alle Schritte von der Suche bis zum Einzug komplett abgewickelt werden können“, erklärt Oliver Wolf aus dem Management der CG Gruppe. Die in dem Unternehmen für die Projektentwicklung zuständige Heike Lentifer präzisiert: „Unser Vertical-Village-Konzept richtet sich an leistungsorientierte Menschen. Also an Freiberufler*innen, Manager*innen, oder Fachkräfte, die nur für einen begrenzten Zeitraum in einer Stadt arbeiten.“ Die Zielgruppe der CG Gruppe ist also vor allem jene junge, flexible Schicht von Manager*innenn aus Wirtschaft, Politik und Kunst, die in Berlin von Wirtschaft und Politik umworben wird.

Den Widerstand gegen die GC Gruppe ausweiten

So ist nicht verwunderlich, dass die CG Gruppe aktuell in Berlin gleich mehrere lukrative Bauprojekte am Laufen hat. Am Halleschen Ufer 40-60 soll auf dem Areal der ehemaligen  Postbank das XBerg Quartier entstehen, das in als „durchmischtes Quartier für Arbeit, Wohnen und Freizeit“ beworben wird.  In der Frauenhofstraße 29, in Berlin-Charlottenburg will die CG Gruppe die „Residenz am Ernst-Reuter Platz“ entwickeln und auch den ehemaligen Steglitzer Kreisel in der Schloßstraße 70-80 will die CG Gruppe „in einen lichtdurchfluteten City Tower mit hochwertigen Eigentumswohnungen“ verwandeln“.  Im Juli 2016 hatte die CG Gruppe die Immobilie für 20 Millionen Euro gekauft.

Wenn die  CG Gruppe in ihren Broschüren Wohnungen für die zahlungskräftige Kundschaft propagiert, es gehe nicht nur um Grundstücke, sondern um die Veränderung ganzer Stadtteile, sollten wir das als Kampfansage verstehen!

Wir wollen auf der Demonstration am 22.04. im Rahmen eines Mieter*innenblocks den Widerstand gegen die Projekte der CG Gruppe, einen Akteur der Verdrängung einkommensschwacher Mieter*iinnen in den Fokus rücken. Diese Firma steht für das moderne Gesicht der kapitalistischen Verwertung, was sich auch in ihrer Öffentlichkeitsarbeit, ihren Zielgruppen und ihren Geschäftsstrategien ausdrückt. Da die CG Gruppe aktuell in mehreren Berliner Stadtteilen ihre Projekte plant, sehen wir hier die Möglichkeiten den Widerstand dagegen auszuweiten unter der Parole

Wer hier kauft, kauft Ärger!
CG - Investorenträume platzen lassen!

A k t i o n s g r u p p e   R i g a e r   S t r a ß e    71 – 73

gegen das Carré Sama-Riga der CG Gruppe
und andere Luxusbauprojekte in der Rigaer Straße
und sonstigen Berliner Bau- und Mietenwahn


Links:Demoaufruf der Aktionsgruppe Rigaer 71-73

https://linksunten.indymedia.org/en/node/208275

Demoaufruf des Rigaer Straßenplenums
https://linksunten.indymedia.org/de/node/207155

und hier aktualisiert mit der Demoroute der letzte Demoaufruf des Rigaer Straßenplenums
https://linksunten.indymedia.org/de/node/208946



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